Was vor einiger Zeit mal aktuell war, jetzt aber nur noch blasse Erinnerung ist
Wieder in Großhennersdorf
Am 13. Mai, was ein Freitag ist, also: ein "Freitag, der Dreizehnte" (grusel), werden wir wieder im wunderschönen Großhennersdorf in der Oberlausitz zu Gast sein und im dortigen Kunstbauerkino gastieren. Zusammen mit unserer Görlitzer Schwester-Lesebühne „GRubenhund“. Dabei gibt es große Schnittmengen, denn der GRubenhund besteht aus Michael Bittner, Udo Tiffert und Andreas Vent-Schmidt.

Die Besetzung des GRubenhundes in Görlitz mit Michael Bittner (h.l.) und als Gast Klaus Meier (Mitte). (Foto: Christoph Prasnik)
Auf der Suche nach Heimat
Update: Unser Neu-Fan Jörg hat im Gästebuch den Vorschlag gemacht, zu den Terminen auch die jeweilige Besetzung zu nennen, damit Fans und Groupies gezielter ins Theater gehen können. Machen wir doch glatt und freuen uns auf euch in der Kammerbühne. Allerdings sind die Angaben ohne Gewähr, weil sich durch kurzfristige andere Verpflichtungen oder Verhinderungen auch mal die eine oder andere Änderung ergeben kann.
Das Staatstheater Cottbus spürt in dieser Spielzeit mit dem Heimat-Spektakulum innerhalb der Projektes „Schauspiel sucht: Heimat“ dem vieldeutigen, unscharfen, seltsamen Begriff der Heimat nach und hat die Lesebühne Cottbus eingeladen, etwas zu diesem Abend beizutragen. Wir freuen uns darüber sehr und werden also bei den insgesamt 11 Abenden von Februar bis Juni 2011 im Rahmenprogramm des Heimat-Spektakulums auftreten (immer jeweils zwei von uns). Die Termine sind:
- 12.02.2011 Heine/Vent-Schmidt
- 18.02.2011 Heine/Vent-Schmidt
- 19.02.2011 Heine/Tiffert
- 26.02.2011 Heine/Tiffert
- 04.03.2011 Tiffert/Vent-Schmidt
- 12.03.2011 Tiffert/Vent-Schmidt
- 02.04.2011 Tiffert/Vent-Schmidt
- 07.05.2011 Tiffert/Vent-Schmidt
- 20.05.2011 Tiffert/Vent-Schmidt
- 28.05.2011 Heine/Tiffert
- 25.06.2011 Heine/Tiffert
Wir vermehren uns!
Unglaublich, aber wahr: Udo Tiffert konnte unserem Werben nicht länger widerstehen und hat sich dann doch bereiterklärt, uns als dauerhaft mitwirkender Autor zur Seite zu stehen bzw. zu sitzen. Wir freuen uns darüber sehr, zumal diese Vermehrung jetzt ganz ohne Sex oder noch schlimmere Sachen funktioniert hat. Wir brauchten nur etwas Alkohol und den Typen von der Schutzgeld-Mafia mit seinem grandiosen Monolog („Wir möchten Dir ein Angebot machen, das du nicht ablehnen kannst…“). Ist das nicht schön?
Nachtrag: Wenn man erst mal mit dem Vermehren anfängt, kann man es kaum wieder lassen. Nach Udo ist nun auch noch Peter Blochwitz zu uns gestoßen und verhilft uns damit zu einem Literarischen Quartett, sozusagen. Herzlich willkommen!
Wir gehen fremd!
Keine Liebe ohne Tränen: es tut uns nicht wirklich leid, liebe Fans, aber am 27. April werden wir auch mal ein anderes Publikum mit unseren Ungereimtheiten (außer Heines Gedichte, die reimen sich meistens) beglücken. Wir fahren nach Berlin und werden der Lesebühne „Wer braucht das?“ einen Besuch abstatten. Das ist rein zufällig genau die Lesebühne, der Holger Haak angehört, welcher bei uns in Cottbus bereits zweimal mit verblüffendem Erfolg gastierte. Wer jetzt hier irgendwelche Seilschaften vermutet und glaubt, diese Einladung habe irgendwie mit Herrn Haaks Gastspiel bei uns zu tun, hat völlig recht. Wir freuen uns jedenfalls darauf!
Wir schreiben ab!
Nicht nur unsere treuen Fans (alle beide), sondern auch wir selbst finden, dass wir eigentlich schon längst mit einem Literaturpreis geehrt sein sollten. Bisher dachten wir aber, dafür muss man große Literatur machen, so mit vollständigen Sätzen und mehr als 2 Verben und mit einer Art Handlung. Das stimmt aber nicht, wie uns jetzt klar wurde. Viel wichtiger als Verben ist die Verbung! Oder Marketing, wie man heute sagt. Und das Abschreiben. Das Marketing bringt Presserummel und Lobesgewinsel aus dem intellektuellen Milieu (die als Profis natürlich auch voneinander abschreiben), das Abschreiben bringt einen Skandal und damit noch mehr Presserummel und den Platz 12 auf der Spiegel-Bestseller-Liste. Alles zusammen bringt mindestens eine Nominierung für irgendeinen Literaturpreis.
Das bringt also richtig was. Deshalb machen wir das jetzt.
1. Das Marketing
Unsere Texte sind ja total schockierend. Echt. Also Jugendliche unter 17 Jahren sollten sich das nicht anhören (lesen können die meisten in dem Alter zum Glück nicht), sonst könnten die voll krass schockiert sein über das, was wir da so enthüllen. Gäste mit Herzschrittmacher werden gar nicht erst eingelassen. Krass!
2. Die Enthüllung des Plagiats
Wir, die eigentlich noch sehr, sehr jungen Künstler von der Lesebühne Cottbus, geben hiermit öffentlich zu und bekannt, dass wir weite Teile unserer Texte, ja ganze Passagen, ja möglicherweise sogar ganze Geschichten, von irgendwo abgeschrieben haben. Und sei es auch nur von einem eigenen, alten Schreibmaschinen-Blatt. Wir finden aber, dass dieses Abschreiben gar kein Abschreiben ist, weil wir ja nicht alles abgeschrieben haben, sondern davor und dahinter noch sonstiger Text steht. Außerdem hat auch Brecht abgeschrieben, nicht nur diese Helene Weigelmann oder wie die heißt. Und weil wir ja alle irgendwie einen Brecht in uns haben, darf man das!
3. Der Skandal
Zur ordnungsgemäßen Durchführung des Skandals in der Presse schlagen wir die nachfolgenden Schlagzeilen vor. In Klammern dahinter finden Sie das jeweilige Zielgruppen-Blatt.
- Skandal: Lesebühnen-Autoren schreiben ab! (Lausitzer Rundschau)
- Wird jetzt nur noch geklaut? Auch die „feinen Herren“ aus Cottbus treiben es bunt! (BILD)
- Plagiate im Kerzenschein: Ist die Lesebühne Cottbus noch zu retten? (Spiegel)
- Hegemann war erst der Anfang: Plagiats-Vorwürfe erschüttern die Lesebühnen-Szene. (Die ZEIT)
Auf Wunsch liefern wir auch emotional gefärbte Statements, wie etwa: „Vent-Schmidt: Wir alle sind bestürzt, hoffen aber auf einen Bestseller." Fragen Sie uns, wir helfen gern!
4. Der Erfolg
So. Jetzt her mit dem Literaturpreis. Oder wenigstens einer Nominierung. Oder ganz wenigstens bißchen Presserummel.
P.S.: Wir suchen noch Quellen, wo wir abgeschrieben haben könnten. Wenn jemand eine weiß, bitte melden!
P.P.S.: F**** you, so ein motherf****** Sch***, jetzt sind es doch mehr als 2 verf***** Verben geworden. F****!