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Lesebühne - was ist das eigentlich?

Im Grunde ist es ganz einfach: man braucht einen Autoren, der auch lesen kann, eine Kneipe (optional mit Bühne, aber nicht Bedingung) und ein Publikum. Fertig ist die Lesebühne. Na gut: der Autor muss auch schreiben können, denn Bedingung für die Teilnahme ist, ausschließlich Selbstgeschriebenes vorzutragen. Meist sind es Kurzgeschichten, Gedankenspiele, kleine Dialoge. Aber bei uns mogelt sich auch mal das eine oder andere Gedicht mit rein.

Die Texte sind im Idealfall...

  • kurz
  • aktuell
  • extra für die Lesebühne geschrieben
  • unterhaltsam-hintergründig
  • frech-ironisch bis provozierend

Es gibt Literaturtheoretiker, die in Lesebühnen-Literatur schon eine neue Kunstform sehen. Wir haben keine Ahnung, ob diese Einschätzung zutrifft, und ehrlich gesagt, interessiert uns das auch nicht, aber wir bemühen uns tatsächlich darum, dem geneigten Publikum ein Literaturerlebnis zu bieten, welches durch Selbst-Lesen oder anderweitige Rezeptionsformen (etwa als sog. „Hörbuch“) nicht zu haben ist.

In der Tat ist die Atmosphäre des Ortes wichtig, und auch die Tatsache, dass es sich eben nicht um eine klassische Lesung handelt, bei der niemand angesichts der hohen Kunst auch nur zu hüsteln wagt. Und auch die Möglichkeit, sich sofort über das Gehörte mit Freunden auszutauschen, macht für viele Besucher den besonderen Reiz einer Lesebühne aus.

Viel braucht man nicht: Autor, auf einer Bühne lesend = Lesebühne

Literatur „on demand“, sozusagen

Lesebühnen-Texte sind näher am Kabarett, als an der formbetonten Edelliteratur. Wegen der kurzen Entstehungs- und „Lebens“-Zeit der Texte dürfen die Werke auch mal unvollkommen sein, was die sprachliche Finesse oder den Ausdruck betrifft. Es ist Gebrauchsliteratur im besten Sinn. Keine komplizierten philosophischen Überlegungen, denn die erfordern individuelles Rezeptionsverhalten, etwa ein wiederholtes Lesen oder Pausen zum Nachdenken – alles Dinge, die als Bühnengeschehen undenkbar sind.

Dennoch wollen wir nicht an der Oberfläche bleiben, denn dann könnten wir auch alle zu Hause Privatfernsehen kucken (Oberfläche können die wirklich besser!). Bei allem Unterhaltungs-Anspruch geht es uns trotzdem um Literatur, darum, etwas mitzuteilen und zur Auseinandersetzung mit dem angebotenen Thema oder Stoff aufzufordern.

Wir finden, Literatur gehört in den Alltag wie Musik und Kino. Wir streben eine Art Verbindung aus Literatur und Geselligkeit an. Texte hören bei Wein und Erdnüssen (ja, klar: Bier geht auch!) in angenehmer Kneipen-Atmosphäre, anschließend darüber reden (nein, das ist nicht Bedingung): so stellen wir uns nützliche und schöne Alltags-Literatur vor. Gönnen Sie sich was Besonderes: Kommen Sie zur Lesebühne...! :-)

Kurze, aber konkrete Infos zur Lesebühne Cottbus gibt es hier.

Unsere Gäste

Ahne, Uli Hannemann, Frank Sorge, Michael Bittner, Sarah Bosetti, Andreas Spider Krenzke, Michael Schwessinger, Tobias Glufke, Daniela Böhle, Michael Christofer, Holger Haag, Daniel Ebert, Max Rademann, Roman Israel, Laura Maria Hänsel, Daniel Ratthei, Peter Blochwitz, Nils Contius, Marilisa Feger, Robert Rescue, Ivo Slomak, Andreas Kampa, Jochen Schmidt, Sabine Dressler, Etta Streicher, Volker Surmann, Sophia Güttler und Ruth Herzberg!

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